Schlagwort: planetare Grenzen

  • Doughnut Economics – Ein neues Modell für eine nachhaltige Wirtschaft im 21. Jahrhundert

    Doughnut Economics – Ein neues Modell für eine nachhaltige Wirtschaft im 21. Jahrhundert

    Einleitung: Warum wir die Wirtschaft überdenken müssen

    Das 21. Jahrhundert stellt die Grundlagen der Mainstream-Ökonomie in Frage. Der Zusammenbruch des Klimas, die zunehmende Ungleichheit und der ökologische Overshoot erfordern einen neuen Ansatz.
    Doughnut Economics, entwickelt von Kate Raworth, schlägt einen Wechsel vor: von einer wachstumsorientierten Wirtschaft zu einer Wirtschaft, die die menschlichen Bedürfnisse innerhalb der planetaren Grenzen erfüllt.


    Was ist Doughnut Economics?

    Doughnut Economics stellt sich einen sicheren und gerechten Raum für die Menschheit vor: ein „doughnutförmiges“ Gebiet, in dem die Grundbedürfnisse der Menschen befriedigt werden, ohne ökologische Schwellenwerte zu überschreiten.

    Der innere Ring steht für das soziale Fundament – die Mindeststandards für ein menschenwürdiges Leben. Der äußere Ring markiert die planetaren Grenzen – die ökologische Obergrenze, die wir nicht überschreiten dürfen.

    Zwischen diesen beiden Ringen liegt der Doughnut: der Raum, innerhalb dessen die Menschheit gedeihen kann.


    Die planetaren Grenzen

    Ursprünglich von Rockström et al. konzipiert und später vom Stockholm Resilience Centre (2023) aktualisiert, bewertet das Rahmenwerk der planetaren Grenzen nun neun Erdsystemprozesse. Nach dem neuesten Stand der Forschung sind sechs dieser neun Grenzen bereits überschritten.

    Planetary Boundaries Grafik (2023) von Azote für das Stockholm Resilience Centre. Das Diagramm visualisiert den Status von neun Grenzen des Erdsystems, die die Stabilität des Planeten regulieren. Im Jahr 2023 sind sechs der neun Grenzen überschritten, darunter der Klimawandel, die Integrität der Biosphäre, der Wandel des Landsystems und die biogeochemischen Flüsse. Das kreisförmige Diagramm verwendet farbcodierte Zonen (grün = sicher, gelb = zunehmendes Risiko, rot = hohes Risiko), um die Überschreitung der sicheren Umweltgrenzen hervorzuheben
    CC-BY-NC-ND Credit: Azote für Stockholm Resilience Centre, basierend auf der Analyse in Richardson et al 2023

    🌍 Die Neun Grenzen:

    1. Klimawandel – Atmosphärisches CO₂ und Oberflächentemperatur bleiben weit über sicheren Werten
    2. Integrität der Biosphäre – Beschleunigtes Artensterben und Verschlechterung der Ökosysteme
    3. Neuartige Entitäten (z.B. Kunststoffe, Chemikalien) – Unkontrollierte chemische Verschmutzung
    4. Stratosphärischer Ozonabbau – Das Ozonloch, das uns vor UV-Strahlung schützt
    5. Versauerung der Ozeane – das Ökosystem der Meere kippt
    6. Süßwasserveränderung – Störung des blauen Wassers (Wasserkreislauf) und des grünen Wassers (in Pflanzen und Böden gebunden)
    7. Veränderung des Landsystems – Verlust von Wäldern und Bodenfunktionen
    8. Stickstoff- und Phosphorflüsse – Übermäßige Nutzung in der Landwirtschaft führt zu ungesunden Böden und Sauerstoffarmen Zonen in Gewässern
    9. Atmosphärische Aerosol-Belastung – verändert den Monsun und die Regenfälle und ist zudem schädlich für den Menschen

    🔗 Vollständiges Update 2023 ansehen – Stockholm Resilience Centre

    Diese Grenzen sind miteinander verbunden und ihre Überschreitung erhöht das Risiko, dass Kipppunkte in den Systemen der Erde ausgelöst werden.

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    Doughnut-Denken in das Sport-, Kultur- und Eventmanagement integrieren

    Im Rahmen meiner Lehrtätigkeit an der Universität habe ich eine individuelle Anpassung des Doughnut Economics-Modells für die Bereiche Sport, Kultur und Eventmanagement entwickelt. Der angepasste Doughnut verbindet gemeinsame sektorale Aktivitäten (z.B. Medien & Kommunikation, Essen & Catering, Transport, Abfallmanagement) mit sozialen Ergebnissen und ökologischen Zwängen.

    Individuelles Arbeitsblatt zu Doughnut Economics, das Aktivitäten in den Bereichen Sport, Kultur und Eventmanagement mit planetarischen Grenzen und Nachhaltigkeitszielen verknüpft.

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    Dieses Anschauungsmaterial hilft Studenten und Praktikern, die Auswirkungen ihrer Arbeit in einem regenerativen und distributiven wirtschaftlichen Kontext zu überdenken.


    Warum Doughnut Economics heute aktuell ist

    Doughnut Economics löst sich von dem überholten Paradigma des BIP-Wachstums als Indikator für Fortschritt. Es stellt tiefer gehende Fragen:

    • Wie viel ist genug?
    • Wessen Bedürfnisse werden erfüllt?
    • Zu welchen ökologischen Kosten?

    Es bietet eine integrierte Sichtweise von Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Systemdenken, die für Politik, Bildung und lokales Handeln zugänglich ist.


    Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen von Doughnut Economics

    Doughnut Economics stellt eine kühne und zugängliche Alternative zum Mainstream-Wirtschaftsdenken dar. Wie jedes Konzept hat auch dieses seine Stärken, Grenzen und Herausforderungen bei der Umsetzung. Gemeinsam mit einer meiner Studentinnen, Elena Dax, haben wir die folgende SWOT-Analyse entwickelt, um das Konzept und sein praktisches Potenzial kritisch zu bewerten:


    ✅ Stärken

    • Ausgewogenes Systemdesign – Berücksichtigt sowohl die Bedürfnisse der Menschen als auch die ökologischen Grenzen des Planeten.
    • Ganzheitliche Perspektive – Betont die gemeinsame Beziehung zwischen Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft (die drei E’s der Nachhaltigkeit: ökologisch, ökonomisch, ethisch).
    • Zugängliche Visualisierung – Das kreisförmige Doughnut-Modell ist einfach und ansprechend und macht es auch Nicht-Experten leichter, komplexes Systemdenken zu verstehen.
    • Bildend & integrativ – Ermutigt eine breitere Beteiligung am wirtschaftlichen Diskurs, insbesondere von jüngeren Generationen und solchen, die mit der traditionellen Wirtschaftstheorie nicht vertraut sind.

    ❌ Schwächen

    • Mögliche Übervereinfachung – Das visuelle Modell kann als zu einfach angesehen werden, um die wirtschaftlichen Komplexitäten zu erfassen.
    • Mangel an praktischen Instrumenten – Bietet keinen konkreten politischen Fahrplan oder priorisierte Aktionsschritte für die Umsetzung.
    • Westliche Perspektive – Kritiker (z.B. Gudynas, 2012) argumentieren, dass das Modell vorwiegend westliches Denken widerspiegelt, was seine Anwendbarkeit in verschiedenen globalen Kontexten einschränken könnte.
    • Begrenzte individuelle Anleitung – Es gibt nur wenige Hinweise darauf, wie Einzelpersonen oder kleine Gruppen aktiv werden können.

    🌱 Möglichkeiten

    • Globale Anpassungsfähigkeit – Das Modell kann an verschiedene Kulturen, Städte, Regierungen und Gemeinden angepasst werden.
    • Mehrstufige Anwendung – Geeignet für den Einsatz in Wirtschaft, Stadtentwicklung, Bildung und Politik.
    • Ermutigt zu Innovationen – Inspiriert neue Denkweisen über Wirtschaft, insbesondere bei Studenten und Changemakern.
    • Offener Rahmen – Seine Flexibilität ermöglicht es, im Laufe der Zeit neue Daten, Rückmeldungen und sich entwickelnde Prioritäten zu berücksichtigen.

    ⚠️ Bedrohungen

    • Mangel an klaren Veränderungsprozessen – Die Schritte zum Übergang von der Theorie zur Praxis sind vage, was die Umsetzung behindern kann.
    • Widerstand gegen Veränderungen – Viele Menschen und Institutionen sind nicht bereit, ihre derzeitigen Privilegien aufzugeben oder ihre Prioritäten zu ändern.
    • Risiko der Ablehnung – Politiker und Ökonomen könnten es als zu simpel oder radikal ablehnen, was eine breitere Akzeptanz bremst.
    • Soziale Spannungen – Die vom Modell vorgeschlagenen Systemänderungen können zu Spannungen zwischen verschiedenen sozioökonomischen Gruppen führen.

    Machen Sie es umsetzbar: Von der Theorie zur Praxis

    Viele Städte (z.B. Amsterdam, Brüssel) und Organisationen experimentieren bereits mit dem Doughnut-Modell für die Entscheidungsfindung in der Praxis.
    Es wird angewendet auf:

    • Stadtplanung
    • Unternehmerische Nachhaltigkeit
    • Pädagogische Lehrpläne
    • Initiativen der Zivilgesellschaft

    Das Modell bleibt ergebnisoffen – und das ist eine Stärke. Es lädt zur Zusammenarbeit, zur Mitgestaltung und zur kontextuellen Anpassung ein.

    Informieren Sie sich über lokale Organisationen und Netzwerke, die Doughnut Economics in ihren Städten umsetzen.


    Schlussfolgerung: Wirtschaft für das 21. Jahrhundert

    Doughnut Economics gibt uns die Sprache und die Linse, um zu fragen:
    Wie sieht eine florierende Wirtschaft aus, wenn wir ökologische Grenzen und soziale Gerechtigkeit respektieren?
    Es verspricht keine einfachen Antworten – aber es bietet den Raum, bessere Fragen zu stellen.

    Referenzen

    Gudynas, E. (2012). Ist die Doughnut-Ökonomie zu westlich? Kritik von einem lateinamerikanischen Umweltschützer. Views & Voices, Analysen und Debatten zu internationalen Entwicklungsfragen. Blog, Oxfam. https://views-voices.oxfam.org.uk/2012/02/is-doughnut-economics-too-western

    Raworth, K. (2017). Doughnut Economics. Sieben Wege, wie ein Ökonom des 21. Jahrhunderts zu denken. London: Penguin Random House.

    Raworth, K. (2018). Kate Raworth. Erkundung der Doughnut-Ökonomie. Persönliche Website. https://www.kateraworth.com/doughnut/

    Sen, A. (1999). Entwicklung als Freiheit. New York: Alfred A. Knopf.

    Steffen, W., Richardson, K., Rockström, J., Cornell, S.E., Fetzer, I., Bennett, E.M., Biggs, R., Carpenter, S.R., de Vries, W., de Wit, C.A., Folke, C., Gerten, D., Heinke, J., Mace, G.M., Persson, L.M., Ramanathan, V., Reyers, B. und Sörlin S. (2015). Planetarische Grenzen: Steuerung der menschlichen Entwicklung auf einem sich verändernden Planeten. In: Wissenschaft 347(6223), 1259855. https://openresearch-repository.anu.edu.au/bitstream/1885/13126/3/1259855.full.pdf

    Vereinte Nationen – UN (2015). Unsere Welt verändern: die 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung. Von der Generalversammlung am 25. September 2015 angenommene Resolution. Dokument A/RES/70/1. New York.

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  • Nachhaltige Produktentwicklung neu denken: regenerative Innovation im Einklang mit Mensch und Natur

    Nachhaltige Produktentwicklung neu denken: regenerative Innovation im Einklang mit Mensch und Natur

    Warum nachhaltige Produktentwicklung nicht mehr ausreicht?

    In einer Welt, die zunehmend von Umweltproblemen und Ressourcenknappheit geprägt ist, steht eine nachhaltige Produktentwicklung vor neuen Herausforderungen. Olivia Lazard hat in ihrem TED-Talk sehr schön dargelegt, warum wahre Innovation nur eine sein kann, die neben den Bedürfnissen des Markts auch nachhaltig oder gar regenerativ ist.

    Die Berücksichtigung der planetaren Grenzen, zu denen mitunter die „Novel Entities“ gehören, spielt dabei eine zentrale Rolle. Im Hinblick auf die Novel Entities sind Unternehmen dazu angehalten, die Inhaltsstoffe ihrer Produkte kritisch hinterfragen und innovative, umweltfreundliche Alternativen entwickeln. Ein Beispiel für eine erfolgreiche Umsetzung ist die Sonnencreme Reef Relief, die nicht nur die Umwelt schützt, sondern auch den Weg für eine neue Ära in der Produktentwicklung ebnet.

    Regenerative Produktentwicklung: Der nächste Schritt

    Regenerative Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht nur darauf abzielen, ihre negativen Umweltauswirkungen zu minimieren. Solche Organisationen tragen aktiv zur Wiederherstellung und Verbesserung natürlicher Systeme und gesellschaftlicher Strukturen bei. Die Produktentwicklung in solchen Unternehmen geht über die bloße Einhaltung von Umweltstandards hinaus. Sie strebt danach, Produkte zu schaffen, die regenerativ wirken. Also Produkte, die Umwelt nicht belasten, sondern sie im Idealfall verbessern.

    Die Inhaltsstoffe spielen dabei eine entscheidende Rolle. Regenerative Unternehmen setzen auf natürliche, biologisch abbaubare oder wiederverwendbare Materialien, die im Einklang mit den planetaren Grenzen stehen. Wenn nicht erneuerbare Materialien verwendet werden, stellt ein kreislauffähiges Design sicher, dass diese am Produktlebensende zu 100 % in neuer Produkte verwandelt werden können. Regenerative Unternehmen legen zudem großen Wert darauf, dass keine Novel Entities in die Umwelt gelangen, die langfristig Schäden verursachen könnten.

    Planetare Grenzen als Leitlinie für Innovation

    Bild CC BY-SA 4.0 Jörg Felix Joerg Mueller

    Die Idee der planetaren Grenzen wurde von einem internationalen Team von Wissenschaftlern entwickelt, um die ökologischen Belastungsgrenzen unseres Planeten zu definieren. Diese Grenzen markieren die sicheren Betriebsräume für menschliche Aktivitäten, innerhalb derer das Risiko schwerwiegender Umweltschäden minimiert wird. Werden diese Grenzen überschritten, drohen irreversible Veränderungen und Schäden an den natürlichen Systemen der Erde.

    Eine dieser Grenzen bezieht sich auf die Einführung von sogenannten „Novel Entities“ in die Umwelt. Dieser Begriff umfasst künstliche chemische Substanzen, Materialien oder Organismen, die in der Natur nicht vorkommen. Substanzen, die potenziell schädliche Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit haben können. Dazu gehören beispielsweise Mikroplastik, synthetische Chemikalien, Antibiotika und bestimmte Arten von Nanomaterialien.

    Für Unternehmen, die Produkte entwickeln, bedeutet dies, dass die Inhaltsstoffe ihrer Produkte sorgfältig geprüft werden müssen, um sicherzustellen, dass sie keine schädlichen Novel Entities enthalten. Dies erfordert nicht nur technisches Know-how, sondern auch ein tiefes Verständnis für ökologische Zusammenhänge und eine klare Verpflichtung zur Nachhaltigkeit.

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    Reef Relief: Ein gelungenes Beispiel nachhaltiger Produktentwicklung

    Bild von Public Domain Pictures

    Ein herausragendes Beispiel für ein regeneratives Produkt ist die Sonnencreme Reef Relief. Diese Sonnencreme wurde speziell entwickelt, um sowohl die Haut vor schädlichen UV-Strahlen zu schützen als auch die Meeresumwelt zu schonen. Herkömmliche Sonnencremes enthalten oft chemische UV-Filter wie Oxybenzon und Octinoxat. Diese Stoffe schädigen nachweislich Korallenriffe und bedrohen damit eines der empfindlichsten Ökosysteme der Erde bedrohen.

    Reef Relief hingegen setzt auf natürliche Inhaltsstoffe wie Zinkoxid und Titandioxid in nicht-nanoform, die sicher für die Umwelt sind. Diese mineralischen UV-Filter bieten einen effektiven Schutz vor Sonnenstrahlen, ohne das Meer zu belasten. Darüber hinaus ist die Verpackung aus recycelbaren Materialien gefertigt und das Produkt selbst ist biologisch abbaubar.

    Dieses Beispiel zeigt, wie regenerative Produktentwicklung in der Praxis aussehen kann. Reef Relief berücksichtigt nicht nur die Auswirkungen auf den Endverbraucher, sondern auch die auf das gesamte Ökosystem. Das Unternehmen hinter der Sonnencreme hat die planetaren Grenzen und die Risiken von Novel Entities ernst genommen und ein regeneratives Produkt entwickelt.

    Wie Unternehmen regenerative Produktentwicklung umsetzen können

    Um wirklich regenerative Produkte zu entwickeln – solche, die im Einklang mit Mensch und Natur stehen – braucht es mehr als gute Absichten. Es braucht eine Unternehmensvision, die Regeneration nicht nur mitdenkt, sondern aktiv verfolgt. Ein klares Commitment der Führungsebene ist dabei essenziell: Nur wenn die Geschäftsleitung eine regenerative Zukunft glaubwürdig vorlebt, kann der Wandel im gesamten Unternehmen greifen.

    Gleichzeitig braucht es Mitarbeiter:innen, die nicht nur fachlich kompetent sind, sondern auch ein tiefes Verständnis für ökologische Zusammenhänge mitbringen. Wissen über die planetaren Grenzen, die globalen Nachhaltigkeitsziele und den eigenen Wirkungsbereich bildet die fachliche Grundlage. Genauso entscheidend ist jedoch ein bewusstes Mindset – das Verständnis, dass jede Entscheidung, so klein sie auch erscheinen mag, Auswirkungen auf unsere Welt hat. Jede Abteilung, jede Rolle kann damit zu einem echten Hebel für regenerative Entwicklung werden.

    Fazit: Die Zukunft der nachhaltigen Produktentwicklung

    Die Herausforderungen, die durch die verschiedenen planetare Grenzen entstehen, erfordern ein Umdenken in der Produktentwicklung, das weit über CO₂-Bilanzen und Energiesparen hinausgeht. Nachhaltige Produktentwicklung in regenerativen Unternehmen bedeutet nicht nur innovative und marktfähige Produkte entwickeln, sondern auch Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen. Regenerative Unternehmen wie die Hersteller von Reef Relief zeigen, dass es möglich ist, Produkte zu entwickeln, die nicht nur den Kunden, sondern auch dem Planeten dienen.

    Die Zukunft der Produktentwicklung liegt in der Schaffung von Produkten, die im Einklang mit den natürlichen Systemen stehen. Die Kreativität und Innovationskraft der Unternehmer:innen ist also gefragt, um nachhaltige und regenerative Lösungen zu finden, die sowohl wirtschaftlichen Erfolg als auch eine positive ökologische Bilanz sichern. So wird nicht nur die Umwelt geschützt, sondern auch ein solides Fundament für eine regenerative Wirtschaft gelegt.